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Unser Schulgarten im Nordkurier

ANKLAMER KOLLWITZ-SCHULE LEGT SCHULGARTEN AN

Eigener Gemüseacker für den Unterricht?

Die Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam können künftig ihr eigenes Gemüse anbauen. Beim Anlegen des Schulgartens hat unter anderem die „Gemüseackerdemie“ geholfen. Was ist das denn?

Schulgarten Artikel

Nach der langen Zwangspause gibt es nun nicht wenige Schüler, die sich bereits darauf freuen, früher oder später wieder zur Schule gehen zu können. Die Schüler der Anklamer Käthe-Kollwitz-Schule haben nun sogar noch einen guten Grund mehr zur Vorfreude, denn seit dieser Woche haben sie an ihrem Übergangs-Domizil im Haus der Bildung einen eigenen Schulgarten. Angelegt wurde er am Donnerstag, allerdings noch ohne Schüler. Dafür waren Ehrenamtliche der „Gemüseackerdemie“ und Lehrerin Elisa Witt um so fleißiger, um die rund 120 Quadratmeter Boden vorzubereiten und teilweise auch schon mit Kartoffeln, Zwiebeln, Mohrrüben oder Salat zu bestellen.
„Einen Schulgarten haben wir uns schon lange gewünscht“, sagt Elisa Witt. Zufällig sei man dann auf die „Gemüseackerdemie“ gestoßen. Dahinter steckt ein Verein, der im gesamten deutschsprachigen Raum aktiv ist, um Kindern den Bezug zur Natur und Wertschätzung für Lebensmittel zu vermitteln, erklärt Marie Simmat. Das unter anderem durch das Anlegen von Gärten für Schulen und Kitas. So hätten die Kinder die Möglichkeit, zu erfahren, wie Gemüse wächst und was sie eigentlich essen. Zudem würden nicht Wenige zu der Erkenntnis kommen, dass es Obst und Gemüse nicht nur abgepackt im Supermarkt gibt.
Dafür würden die Ehrenamtlichen der „Gemüseackerdemie“ den jeweiligen Schulgarten drei Mal besuchen. Einmal zur Bestellung im Frühjahr, dann gegen Ende Mai, um weitere Gemüsearten anzubauen, und schließlich noch mal zur Erntezeit.

Noch keine praktischen Erfahrungen mit Schulgarten
Als Lehrerin habe sie selbst noch keine praktischen Erfahrungen mit einem Schulgarten gemacht, sagt Elisa Witt. Allerdings kann sie sich schon jetzt sehr gut vorstellen, wie er in den Unterricht integriert werden könnte. Und das nicht nur im Fach Biologie. Im Chemieunterricht könnten zum Beispiel Bodenuntersuchungen durchgeführt, in Englisch die Namen der einzelnen Gemüsearten gelernt werden, und auch die Geografie-Kollegen hätten bereits Interesse am Schulgarten angemeldet, berichtet Elisa Witt, die selbst Biologie und Chemie unterrichtet. Angeboten werden soll das „Fach“ Schulgarten dann voraussichtlich als Wahlpflichtunterricht und in der Ganztagsschule. Solange aber noch keine Schüler da sind, die sich daran beteiligen, und auch in den Ferien würden sich zunächst wohl die Lehrer um den Schulgarten kümmern müssen.
Die Idee zur Entwicklung der „Gemüseackerdemie“ kam dem studierten Landwirt Christoph Schmitz bereits während der Arbeit an seiner Doktorarbeit am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Anstoß gaben die vielen Schulklassen, die den Hof seiner Eltern für einen Tagesausflug besuchten. Die Frage war allerdings: Können Kinder an einem einzigen Tag tatsächlich nachhaltig lernen, wie natürliche Prozesse und Landwirtschaft funktionieren? Also schrieb er die wissenschaftliche Arbeit „Entfremdung der Gesellschaft von Nahrungsmitteln“ und entwarf darin seine Idee eines neuartigen Bildungsprogramms. Der Testlauf der „Gemüseackerdemie“ erwies sich dann als sehr erfolgreich.

 

Quelle: Diekhoff, M. (2020): Anklamer Kollwitz-Schule legt Schulgarten an. Eigener Gemüseacker für den Unterricht? In: Nordkurier, 25.04.2020

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